Wie findet man einen Ausbildungsbetrieb?
Herzlichen Glückwunsch, die wohl schwierigste Frage ist geklärt – wenn man erst einmal weiß, um welchen Ausbildungsberuf man sich bemüht. Doch schon präsentiert sich die nächste Hürde auf dem Weg zum Ausbildungsplatz, denn wo und wie findet man den geeigneten Betrieb?
Es gibt jedes Jahr aufs Neue Berufe, die regelrecht von Schulabgängern – egal welchen Abschlusses – überrannt werden. Bei solchen Modeberufen, wie zum Beispiel der in einer Werbeagentur, gibt es erheblich mehr Bewerber als Ausbildungsplätze.
Wer sich daher seines Berufswunsches sicher ist, sollte frühzeitig beginnen, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu suchen, besonnen das Ziel im Auge behalten und Alternativen in Betracht ziehen. Der größte Fehler wäre es, sich zurückzulehnen und zu warten, bis einem eine Anzeige entgegen springt oder ein Ausbilder an die Tür klopft. Eigeninitiative wird immer gerne gesehen und zeugt von echtem Interesse.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich nach Lehrstellen zu erkundigen:
- in das Lehrstellenverzeichnis der Arbeitsagenturen einsehen
- die Handelskammern aufsuchen, Hilfe der verschiedenenBerufsinnungen nutzen
- Wirtschaftsverbände um Rat bitten
- On- und Offline-Stellenangebote (Tageszeitung usw.) nutzen
- Internetrecherchen
Neben diesen offiziellen Ausschreibungen ist sehr häufig auch der direkte Weg erfolgsversprechend.
Wer sich bereits Betriebe ausgesucht hat, kann sich über die Webseiten erkundigen, ob ggf. Ausbildungsplätze zu vergeben sind. Ist dies nicht öffentlich deklariert, sollte man ruhig mal anrufen, nachfragen, ob der Betrieb nicht vielleicht doch ausbildet. Das Internet bietet unzählig viele Job- und Ausbildungsbörsen, in denen man fündig werden kann – hier kann man auch gleich von dem Vorteil profitieren, dass man sich über den Betrieb informieren kann.
Gute Informationen über einen Betrieb sind sehr wichtig! Wer sich “irgendwo” vorstellt, ohne zu wissen, um welche Dienstleistung, welches Produkt und welche Philosophie es sich handelt, wird ganz sicher keine Chance haben.
Viele größere Betriebe haben so genannte Kontakttage, Messeauftritte, an denen man sich vor Ort einen Einblick verschaffen kann – diese sind ebenfalls hervorragende Plattformen.
Vorsicht vor Telefonkontakten:
Man sollte in keinem Betrieb anrufen – zumindest nicht, um sich zu bewerben. Sicher, man kann so relativ unkompliziert und mit schnellen Angaben rechnen, braucht keine schriftlichen Korrespondenzen zu führen, spart sich die Portokosten für die Unterlagen.
Jedoch kann man schnell Gefahr laufen, sich in unangenehme und widersprechende Dialoge zu verstricken. Ein Telefonverkauf – und im Falle einer Bewerbung verkauft man ja sich selbst – ist nur etwas für geschulte Personen und geht ohne die nötigen Erfahrungen schnell in eine ungewollte Richtung.
Kommentare