Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das zentrale Dokument in der Bewerbungsmappe. Die Personalentscheider müssen zum Teil hunderte an Bewerbungen überprüfen, weshalb sie auf stringente Strategien greifen, wie als erstes den Lebenslauf überprüfen. Auffälligkeiten in diesem führen meist dazu, dass nicht einmal mehr das Bewerbungsschreiben durchgelesen wird und der Bewerber ein Dankesschreiben bekommt, wenn überhaupt.

Was muss nun in einem Lebenslauf drin stehen? Der Lebenslauf gliedert sich in Kopfteil, Hauptteil, Thematischen Anhang und einen Schluss. Grundsätzlich sollte er eine Länge von einer Seite nie überschreiten, in Ausnahmefällen höchstens 3 Seiten betragen. Zusätzlich ist ein chronologischer Verlauf Standard geworden. Die aufsteigende Variante, also Schulbildung zuerst, ist bei den meisten mittelständischen Unternehmern immer noch die bevorzugte Form. Die absteigende Variante, mit der aktuellen Situation beginnend, ist bei Stellen im Ausland oder internationalen Firmen angebracht.

Der Kopf beinhaltet als erstes natürlich die Überschrift „Lebenslauf“. Zudem werden persönliche Daten angegeben, wie Name und Anschrift, Geburtsdatum mit Staatsangehörigkeit, der Familienstand und wenn kein Deckblatt angefertigt wird auch das Foto, welches immer rechts oben plaziert werden sollte.

Der Hauptteil ist nun für den Personalentscheider der wichtigste Teil. Es wird die Schulbildung mit dem letzten Schulabschluss angegeben. Der ganze Werdegang wird nur noch angegeben, falls die Schule gerade beendet wurde beim Start in die Berufswelt oder wenn weiterführende Schulen besucht wurden. Genauso sind Wehr- oder Zivildienst anzugeben, Berufsausbildung und/oder Studium, Praktikas und Berufstätigkeiten. Zusatzinformationen wie Hobbys können bedingt angegeben werden. Hingegen können oder müssen Religionszugehörigkeit nicht angegeben werden, falls es nicht gerade um eine Stelle an einer Religiösen Institution geht. Beim Hauptteil sollte allgemein darauf geachtet werden, dass die Datumsangaben monatsgenau sind.

Ein für viele interessantes Thema sind Lücken. Diese dürfen auf keinen Fall entstehen, da sonst Vermutungen in Richtung negative Stationen erwachen. Kaum jemand hat einen perfekten Lebenslauf hinter sich, Arbeitslosigkeit betrifft viele Menschen, ist aber immer noch Tabuthema in Bewerbungen. Lücken können mit passenden Ersatzformulierungen angegeben werden, um ein „Arbeitslos“ oder „Arbeitsuchend“ im Lebenslauf zu vermeiden. Eine „Bildungspause“ kann dazu geführt haben, dass man Grundkenntnisse in einer Fremdsprache gelernt hat oder alte Kenntnisse aufgefrischt hat. Kreativität ist hier gefragt.

Der Schluss besteht dann auch nur aus dem Datum und der eigenhändigen Unterschrift.

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