Motivation im Berufsleben

Motivation ist ein Begriff, unter dem viele etwas verstehen ist, den sie aber nicht wirklich genau erklären können. Selbst in der Psychologie gibt es kein eindeutiges Modell, sondern mehrere Theorien und sogar eine Untergruppe der Motivationspsychologie, die sich ausschließlich mit Motivation befasst.

Grundsätzlich werden zwischen extrinsischen, also äußeren Gründe bzw. Zwang, und intrinsischen Motiven, wie z.B. die Befriedigung von Bedürfnissen, unterschieden. Unterschiede und Differenzierungen machen einzelne Teildisziplinen der Psychologie, ob empirische Psychologie oder Spieltheorie bzw. Verhaltenspsychologie geht.

Es können zwei Modelle von Motivation festgelegt werden, Inhaltsmodelle und Prozessmodelle. Inhaltsmodelle beschäftigen sich mit den Inhalten, der Wirkung und der Art von Motiven, so hat Motivation immer eine Richtung, einen Wirkungsgrad und ein Ziel. Daneben sind Prozessmodelle darauf ausgerichtet, Motivation ohne die Inhalte, also aufgrund von Strukturen, zu erklären. Bekannte Vertreter sind die Gleichgewichtstheorie, das Zirkulationsmodell oder das kognitive Motivationsmodell. Auch die Hirnforschung hat Studien über Motivation durchgeführt, die zusammengefasst aussagen, dass Motivation automatisch entsteht.

In der Arbeitspsychologie bestehen eher Inhaltsmodelle. Dabei können stehen sich extrinsische und intrinsische Theorien gegenüber. Extrinsische Ansichten, dass Motivation also von außen kommt, werden durch eher autoritäre Führungsstile vertreten, wohingegen intrinsische Modelle zu flachen Hierarchien führen und Mitarbeiter Aufgaben und Verantwortung übertragen bekommen.

Im Laufe der letzten Jahre kam bei den Unternehmern eine langsam steigende Einsicht, dass Mitarbeiter motiviert sein müssen und nicht nur durch Befehle ihre Arbeit verrichten. Motivierte Mitarbeiter sind seltener krank, produktiver und bringen dem Unternehmen insgesamt einen höheren Gewinn. So wundert es nicht, dass viele von der klassischen Hierarchie absehen und auf intrinsische Motivation Wert legen. Mittelständische Unternehmer haben allzu gern die Fäden in der Hand, also auf starre Befehlsketten setzen, da sie auch die Verantwortung tragen. Vor allem muss hier ein Umdenken statt finden.

Für Arbeitnehmer ist es von großer Bedeutung, ob sie „angetrieben“ werden oder Aufgaben und Verantwortung übertragen bekommen. Nicht selten findet genau aus diesen Gründen ein Arbeitsplatzwechsel statt. Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen, dass nichts gelernt wird, wenn immer nur Anweisungen von außen kommen.

Was sollte jemand also motivieren, woher sollte jemand wissen was zu tun ist, wenn er keine Übersicht und Einsicht in Abläufe hat? Jeder weiss, dass auf Dauer nur angetrieben zu werden sogar demotivierend ist, letztlich auch krank macht. Dies kann bis zum Burnout und Depression führen.

Flache Hierarchien, Aufgaben und Verantwortung an Mitarbeiter sind der Führungsstil im 21. Jahrhundert, denn autoritäre Führungsstile nutzen nur dem Ego des Arbeitgebers und schaden seinem Unternehmen.

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