Berufswunsch CFO (Chief Financial Officer)

Wenn ich groß bin, werde ich CFO. Nein, so sieht wohl nicht unbedingt der Berufswunsch kleiner Mädchen oder Jungen aus. CFO wird man, wie so vieles im Leben, einfach. Wenn man ein kaufmännisches Denken, Interesse an oder sogar Liebe zu Zahlen hat, die internen Regeln und Abläufe eines Betriebs in- und auswendig kennt, ist man aber als CFO schon sehr nahe am Traumberuf.

Welche Aufgaben stellen sich dem CFO? Wikipedia erzählt dazu wie immer gut nachvollziehbar einiges: www.wikipedia.org/CFO.

Der CFO ist die Person, die die Finanzen verwaltet, mittel- bis langfristige Entscheidungen, auch bezüglich von Firmeninvestitionen, trifft. Er ist ebenso für die wenig beliebten internen Sparmaßnahmen zuständig, muss flexibel und zeitnah auf die Veränderungen im finanziellen Erfolg einer Firma reagieren, denn Zeit ist in jedem Fall Geld.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist der der Compliance. So muss der CFO auch genaue Kenntnisse bezüglich der juristischen Sachlage haben, muss wissen, welche Transaktionen legal sind, welche neuen Bestimmungen heraus gekommen sind etc. Hierzu sind fundierte und ständig aktualisierte Kenntnisse, auch des internationalen Rechts, erforderlich, denn kein Betrieb agiert heute noch auf rein nationaler Ebene. Compliance meint auch, auf die Einhaltung interner Regeln zu achten, wodurch der CFO eine Art Wachfunktion einnimmt.

Durch die in der Firmenstruktur häufig etwas abgehobene Position des CFO bleibt dieser sicher immer ein wenig Außenseiter. Zumindest ist meine Erfahrung die, dass die CFOs in einem Berieb eher gefürchtet sind, was sich auch in ironischen Bemerkungen niederschlagen kann. Sie sind nun einmal die, die auf Regeleinhaltung Wert legen, die vernünftig agieren, wo manch andere Abteilung auch mal Visionen nachhängt. Ein CFO ist qua Definition ein eher nüchterner Mensch, zumindest im Berufsleben, der sich auch nicht blenden lässt, der Details genau prüft, bevor er Entscheidungen trifft, zum Beispiel, wenn ein Anbieterwechsel ansteht. Eine Fehlentscheidung kostet nun einmal Geld, und die Verantwortung für Verluste trägt nur der CFO. Keine einfache Aufgabe, aber wenn jemand Zahlen liebt, wird er am Ende des Geschäftsjahres zumindest in der Form (hoffentlich) seine Freude haben.

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